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Wie ist es, alt zu sein?

 

Wenn Essen zum Hürdenlauf mit vielen Hindernissen wird, bringt eine altersgerechte Tischkultur die Freude am Genuss und die Selbständigkeit zurück. Ein Selbstversuch mit dem Age-Explorer im SCHEEL Altenpflegeheim in Norderstedt.

 

„Wir wollen einfach einmal am eigenen Leib erfahren, mit welchen Tücken unsere Bewohner im Alltag zurechtkommen müssen", erläutert Peter Böttcher die Intension eines Experimentes: Mit dem „Age Explorer" schlüpfte der Diplom-Psychologe des SCHEEL Altenpflegeheims in Norderstedt in den imaginären Körper eines mMenschen jenseits der 70. Der Age Explorer ist eine Art Raumfahreranzug, der dem Träger diverse körperliche Einschränkungen simuliert, die häufig mit dem Alter einhergehen: schwindende Sehschärfe, verändertes Farbempfinden, schlechteres Hören, nachlassende Kraft und eingeschränkte Beweglichkeit.

 

Für einen alten bzw. körperlich beeinträchtigen Menschenngs0jährigen, der mit den ganz normalen Begleiterscheinungen des Alters leben muss, lichen Lebens nicht erst jungen lauern die Hürden des täglichen Lebens nicht erst bei der Universal-Fernbedienung oder dem menügeführten Fahrkartenschalter, sondern schon bei den vermeintlich einfachsten Dingen – dem Essen beispielsweise. Ton in Ton weiß oder cremefarbene gedeckte Tische sehen zwar elegant aus, sind für alte Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen aber ein echtes Orientierungsproblem, da farbliche Kontraste fehlen. Die meist zu kleinen Henkel der Tassen lassen das Trinken von Kaffee zur wahren Zitterpartie werden, und die präzise Speisenaufnahme wird nicht nur aufgrund der eigenen körperlichen Beeinträchtigungen erschwert, sondern auch von Tellern, die den speziellen Bedürfnissen alter Menschen kaum entgegenkommen. Der mittels Age Explorer um einen Schlag „gealterte" Peter Böttcher hatte gewisse Schwierigkeiten, die Tasse sicher zum Mund zu führen und die Pasta von einem normal ausgeformten Teller auf die Gabel zu bugsieren, ohne sie aus dem Teller heraus zu schieben. Schlechteres Sehen und mangelnde Koordination in Verbindung mit ungeeigneter Tischkultur macht das Essen für alte Menschen zu einer Herausforderung, die sie ohne fremde Hilfe oft nicht meistern können. Der Verlust an Tischkultur, Genuss und Selbstbestimmtheit ist die Folge, und das hat immer auch etwas mit dem Verlust der eigenen Würde zu tun.

 

Das dies keineswegs so sein muss, zeigte der zweite Teil des Experimentes: Peter Böttcher steckte noch immer im vermeintlichen Körper eines über 70jährigen, hatte mit den gleichen körperlichen Einschränkungen zu tun, kam nun aber am gedeckten Tisch wesentlich besser zurecht. Der Grund: Der Tisch war geschmackvoll, aber kontrastreich eingedeckt, was das Erkennen von Konturen und damit die Orientierung deutlich erleichterte. Dazu trank Peter Böttcher aus einer Unisono-Porzellantasse mit einem Henkel, der selbst mit drei Fingern gegriffen werden konnte, und er aß von einem Unisono-Porzellanteller, deren Tellerkehle unauffällig als Schiebekante geformt ist. Wurden die Nudeln gegen diesen Rand geschoben, fielen Sie einfach auf die Gabel zurück und wurden nicht auf dem Teller hin oder her oder gar völlig heraus geschoben. Das Spezialbesteck Antaris war eine weitere Hilfe: Die ergonomisch geformten Besteckgriffe sind- wie das Experiment mit dem Age Explorer bewies – auch für schwache und unruhige Hände gut zu handhaben. Die gewölbte Gabelfläche hat fast die Funktion eines Löffels – nichts kann so leicht herunterfallen. Die zwei mittleren Zinken sind besonders betont, was die Speisenaufnahme deutlich erleichterte. „Mit welchen Schwierigkeiten ein alter Mensch beim Essen konfrontiert ist, dass konnte ich nun am eigenen Leib erfahren", sagte Peter Böttcher an Ende des Experiments beeindruckt. „Dass man mit verhältnismäßig kleinen Mitteln Abhilfe schaffen und dem alten Menschen so ein ganzes Stück länger seine Selbständigkeit und damit den Genuss am Essen bewahren helfen kann, ist wohl die wichtigste Erkenntnis!"

 

Das schöne am Unisono-Porzellan und dem Antaris-Besteck: Sie helfen dem Menschen, sind aber nicht als Hilfsmittel erkennbar, denn sie lassen sich bequem in bestehende Konzepte integrieren. Sie fördern die Selbstständigkeit, die Lust am kulinarischen Genuss und entlasten die Pflege, denn deren Hilfe ist beim Essen oft gar nicht mehr nötig. So wundert es nicht, dass das SCHEEL Altenpflegeheim das Thema Tischkultur für seine Bewohner nach diesen Erkenntnissen neu entdeckte und nun mit Freude zelebriert. Ein wesentlicher Baustein dabei ist das Spezialporzellan von Unisono.